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14. Februar 2016

Nordisch by nature.

Ich wurde schon so oft verwundert gefragt, warum Hamburg bei mir nichts (oder eben nicht so viel) auslöst. Ich mag Hamburg. Keine Frage. Aber nicht vergleichbar mit der großen Liebe zu Berlin, bei Weitem nicht. Dafür kenne ich die Stadt nicht gut genug, denn es war erst mein zweiter Besuch. Ein zweites Mal im Winter. Was für mich bedeutet, dass der nächste Ausflug auf jeden Fall im Sommer stattfinden muss. Denn Hamburg ist mir definitiv zu kalt! Ich weiss schon, diese Stadt ohne Kälte, Wind (!) und Regen ist wahrscheinlich so wie Wuppertal ohne Regen - das passt einfach nicht und gehört genauso wie es ist. Diesmal war ich aber nach einem Tag im strömenden Regen so genervt, dass ich - während wir die Stadt erkundeten - fast gar nichts Schönes mehr gesehen habe. Oder sehen wollte. ;-) Trotzdem weiss ich natürlich, wie toll Hamburg sein kann. Und davon will ich mich bei nächster Gelegenheit überzeugen. Im Sommer. Kein Mensch wird mich je wieder im Winter nach Hamburg locken können.

10. Juni 2015

{instagram} Monatsrückblick Mai.

Gehört...
...habe ich Adam Angst und ganz viel die Allah-Las. Letztere ist eine richtig schicke Band aus L.A., die sich gerade auf meiner Playlist breit macht. Außerdem habe ich weiterhin versucht, mich mit dem neuen Album von Mumford & Sons anzufreunden. Wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, ob das in naher Zukunft klappen wird. Zum Tanz in den Mai gab es ein gelungenes DJ-Set im U-Club in Wuppertal. Was für ein großartiger Abend! Zu Millencolin muss ich an dieser Stelle wohl nichts mehr sagen. Das war in diesem Jahr bisher das beste Konzert. Ohnehin sind sie für mich nicht mehr wegzudenken.
Und das aktuelle Album der Mighty Oaks "Howl" wanderte in meinen Besitz. Wobei ich mich beim Hören wirklich fragen muss, warum erst jetzt.


30. September 2014

{berlin} Being a tourist.



 
Kein Spass, ich kann mir keinen besseren Ort vorstellen.
Klar, man kann ans Meer fahren, um sich zu erholen. Weit weg von allem. Das sollte man hin und wieder auch tun. So komplett raus, weil Berlin ist als Großstadt ja nicht unbedingt erholsam. Aber mich zieht es immer wieder hin. Für mich ist das eine Form von Durchatmen, auch wenn ich mich in der größten Stadt Deutschlands befinde. Im Gegensatz zum Urlaub im sonnigen Süden spielt das Wetter beim "Urlaub" in Berlin überhaupt keine Rolle. Oder nur eine sehr untergeordnete. Nirgendwo sonst kann ich so viel Spannendes und Neues entdecken, auch noch nach so vielen Jahren - egal ob es regnet oder die Sonne scheint. Ein richtiger Tourist bin ich wohl nicht mehr, wenn ich in der Hauptstadt bin. Ich fühle mich pudelwohl und möchte am liebsten mehrmals im Jahr meinen Wohnort dorthin verlegen. Ich stehe auf die Vielfältigkeit am Tag und in der Nacht, auf das Unfertige, Ungeschminkte und Unangepasste. Und Spätis sind die beste Erfindung seitdem es den Kiosk gibt!



Da ist auf der einen Seite spektakulär Neues, andererseits prägt die Geschichte die Stadt und du möchtest an jeder Straßenkreuzung wissen, was sie mit damals verbindet. In der einen Ecke lärmt es, in einer anderen kannst du die Ruhe geniessen. Die Stadt vermittelt dir den Eindruck als könntest du tun und lassen was du willst. Einfach machen, du hast alle Möglichkeiten.

19. August 2014

{finally} Haldern 2014!

 Schön zurück zu sein!

Endlich war es wieder so weit. Mein letztes Haldern Pop Festival lag einige Jahre zurück – umso mehr freute ich mich, dass es in diesem Jahr wieder so weit war. Die Vorfreude war groß, dennoch fuhr ich mit gemischten Gefühlen ins beschauliche Fleckchen Erde namens Rees-Haldern. Immer wieder hörte man, dass die Veranstalter des „Mini-Festivals“ (um die 7.000 Besucher) es strikt ablehnten, das Kartenkontingent sowie das Konzert- und Campinggelände zu erweitern. Doch sollte es tatsächlich noch genauso hübsch, gemütlich und familiär sein wie vor einigen Jahren? Diese Frage kann ich danach überzeugt mit „JA“ beantworten. Es war so wie ich es mir gewünscht habe – und noch viel toller!

Nicht dass man sich in Haldern „nur“ auf eine schöne Zeit mit lieben Menschen freuen kann, nein, denn dieses Festival hat musikalisch einige Überraschungen zu bieten. So gibt es für mich einige persönliche Highlights und wenig Enttäuschungen.

Zu Beginn darf natürlich nicht das Festivalbändchen - Motto in diesem Jahr ist „Merkwürdig anders“, was wieder einmal viel Interpretationsspielraum lässt – und „Datt Blatt“ fehlen. Wie immer werden darin alle Künstler des Festivals vorgestellt. Eine absolut hilfreiche Angelegenheit bei einer so großen Auswahl an Bands und Genres. Übrigens ebenfalls eine Sache in diesem Jahr, die mich durchaus positiv überrascht. Die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Künstler. Kennen wir doch das Haldern vornehmlich als Singer/Songwriter-Spektakel, so darf man sich in diesem Jahr auch auf einige handfeste Rock-Teilnehmer freuen.


 Vorfreude am ersten Festivaltag.

26. Juni 2014

Siehste, dat is Wuppertal!

Wuppertal – Eine Stadt, die man nicht unbedingt kennen muss. 
Und wenn doch, dann assoziiert man mit ihr bestenfalls die Schwebebahn. Ist ja nicht das schlechteste Fortbewegungsmittel, auch wenn es ziemlich unflexibel ist. Da wohne ich. Schon immer. Und auch wenn ich es mir immer mal wieder gewünscht habe, die Stadt zu verlassen, am Ende habe ich es nie geschafft. Und es hätte viele Gründe gegeben. Es gibt nach wie vor viel Gründe. Zumindest was die Stadt ansich angeht. Nach so vielen Jahren fällt es mir schwer Ecken, Menschen (außer die vielen Lieblingsmenschen selbstverständlich!), Besonderheiten, Neues und Schönes zu entdecken. Vielleicht ist das normal und es hätte gut getan auch einmal woanders zu leben - andererseits, wo bitteschön hat man diese Vertrautheit? Nirgendwo sonst winkt mir der beste Pizzabäcker aus seinem Laden zu. In keiner anderen Stadt habe ich Lieblingsclubs, Bars und Restaurants. Ich verlaufe mich selten und weiss wie ich mit den seltsamen Bewohnern (und ja, ich gehöre selber dazu!) umzugehen habe. Und, das Wichtigste, ich habe Familie und Freunde in Reichweite und bin nie alleine. 

Gut, der aufmerksame Leser wird jetzt festgestellt haben, dass das alles vielleicht die Seiten sind, die die Stadt für mich ausmachen. Mag sein, aber das meine ich eigentlich gar nicht. Viel mehr ist es eher der Wunsch nach etwas völlig Anderem. Etwas, was ich nicht wie meine Westentasche kenne. Aber solange mich oben genanntes alles hier hält, ist es wohl auch nicht so falsch hier zu bleiben. Ich bin halt doch eher faul und ein Gewohnheitstier. Spricht ja auch nix gegen, aber manchmal könnte ich mich selbst dafür ohrfeigen.

Ich habe Wuppertal in den letzten Jahren ganz gut beobachtet und muss feststellen, dass sich hier viel zu viel zum Negativen verändert hat. Baustellen prägen das Stadtbild – und ich spreche hier nicht von vorübergehenden Baustellen. Die, die ich meine dauern Jaaaahre. Das alleine wäre ja nicht das Schlimmste, aber leider ist die Stadt mehr als pleite und tragischerweise macht sich das schier überall bemerkbar. Vor allem die Innenstadt, die eigentlich ein wenig repräsentativ sein sollte, gammelt vor sich hin und wo wird massig (nicht vorhandene!) Kohle reingesteckt? Unter Anderem in den Aus-/Umbau der Schwebebahn (klar, ist ja auch das einzige Wahrzeichen der Stadt) und in einen neuen Bahnhof, der seit Ewigkeiten geplant wird und (voraussichtlich) in ein paar Jahren fertig gestellt werden soll. Applaus, kann ich da nur sagen.
Daher wundert es mich nicht, dass viele Menschen Wuppertal den Rücken kehren. 
Die Stadt stirbt aus und das macht mich traurig. Vielleicht auch, weil ich immer noch hier bin. :-)
Soviel dazu.

Mir hilft mein „Fernweh“ insofern, dass ich mir die Stadt in der ich lebe, durch meine Kamera anschaue. Und zwischendurch denke ich „Hey, eigentlich richtig schön!“ und ertappe mich dabei, dass mich die Fotos von vielem Guten überzeugen.



Elberfeld, Nordstadt (Neue Nordstr.)


Elberfeld, Luisenviertel (Luisenstr.)