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7. März 2016

Foals – 27. Februar 2016, Palladium / Köln

Von langer Hand geplant war das FOALS-Konzert nicht. Vielmehr wurde immer mal wieder drüber gesprochen und der Kauf der Tickets häufig verschoben, weil wir arroganterweise davon ausgingen, dass der Auftritt der schnieken Herrschaften aus Großbritannien wohl nicht ausverkauft sein würde.

Als großer Sympathisant juckte es mich dann aber doch zunehmend in den Fingern - und irgendwann Ende Januar oder Anfang Februar war der Abend dann fix. Ich muss zugeben, dass ich zwar in Clubs immer gerne zu den FOALS getanzt habe, schliesslich wurden "Inhaler" und "My Number" eine zeitlang rauf und runter gespielt. Auch der Erstling "Antidotes" erregte vor einigen Jahren einen Teil meiner Aufmerksamkeit, aber so richtig mit ihnen auseinandergesetzt habe ich mich erst mit Erscheinen der letzten Platte "What Went Down". Und die überzeugte mich massiv!


12. Dezember 2015

7 Tage / 7 Songs. #1!

Ich wurde nominiert! Von einer lieben Person, die sich 2007 in mein Leben "schlich" und bis heute ein Teil davon ist. Auch wenn wir uns ewig nicht gesehen haben, den Kontakt aber über die Jahre immer irgendwie gehalten haben. Und selbst das ist schon eine Kunst in Zeiten wie diesen. Diese Person heisst Anna. Wir lernten uns beim gemeinsamen studieren in einer der tollsten Städte kennen: Nämlich in Köln. Schnell stellten wir fest, dass uns die Liebe zur Musik verbindet - zwar nicht nur die, aber sie war und ist ein extrem großer Berührungspunkt in unserer gemeinsamen Geschichte. Wir tauschten uns täglich über Musik aus, teilten die Begeisterung für viele viele Künstler, entdeckten zusammen neue Titel und tanzten wild und laut singend in Clubs - oft zum Leidwesen der Anderen.

Konzerte wurden zu unserer Leidenschaft. Sie waren zwar vorher schon wichtig und präsent in meinem Leben, aber die "Köln-Zeit" zeigte mir, auch dank Anna, wie leidenschaftlich Livemusik sein konnte, wie sehr man sie geniessen musste und dass es eigentlich nicht schlimm ist, wenn dir zu Beginn eines Oasis-Konzertes ein Spacko sein komplettes Bier übers gestylte Köpfchen schüttet. Sowas tanzte man dann eben einfach weg.
 
Diese Zeit löste auch etwas in uns aus, nämlich die Lust am Schreiben. Zusammen mit einer dritten Person, die hier nicht unerwähnt bleiben darf - das ist nämlich der gute Dirk - gründeten wir Lauschrausch.Kassettendeck. Quasi unser Baby. Fortan konnten wir unsere Begeisterung zur Musik durch Texte ausdrücken. Wenn der Studium-Schuh mal wieder drückte, wurde also nicht gelernt, sondern geschrieben. Wahlweise Konzerte besucht und im Anschluss davon erzählt. Als arme Studenten zuweilen ein richtig teures Hobby, aber Essen wird ohnehin überbewertet. In dieser Zeit entdeckten wir Anajo. Anna war infiziert und steckte Dirk und mich erfolgreich an. Was zur Folge hatte, dass wir sogar einen Berlin-Trip planten - natürlich nicht ohne Tickets für Anajo im Lido zu kaufen. Das war schon ziemlich verrückt, aber es gibt Dinge, bei denen man nicht lange überlegt, sondern sie einfach die die Tat umsetzt. Ich denke da an eine ziemlich bekloppte Hinfahrt (an dieser Stelle DANKE an das Arschloch, das uns bei der Mitfahrzentrale versetzt hat - du weisst gar nicht, was du verpasst hast!) in einem viel zu großen, gemieteten Fahrzeug, das Anna gekonnt etwa 9 Stunden über die rechte und langsamste Spur nach Berlin lenkte. Denn wir waren schliesslich Studenten und wollten Benzinkosten sparen, da uns die Automiete schon an unsere finanziellen Grenzen brachte. Tja, und in Berlin angekommen blieb es nicht nur bei Anajo, wir durchtanzten auch das Kaffee Burger. Bis heute ist es dabei geblieben, dass ich einen Song unabänderlich mit dieser Zeit verbinde und das ist "Blister in the sun" von den Violent Femmes. Deshalb und weil Anna mich nominiert hat, starte ich "7 Tage / 7 Songs" mit genau diesem Stück:


Ich glaube, selbst die sonst so toughen Berliner Clubbesucher hatten Angst vor den zwei Mädels, die, einmal mehr, über die Tanzfläche fegten. Wir waren halt in Übung und hatten eine Menge Spass dabei.

Ich vermisse die Abspackabende, die wir zusammen hatten und unsere Lauschrausch-Zeit auch ein wenig. Das war 'ne gute Zeit - wir waren gut. Zu zweit und zu dritt. :-)
Das hier geht raus an Euch, Anna und Dirk!




19. Mai 2015

Millencolin - 4. Mai 2015, Live Music Hall / Köln


Tatort Live Music Hall. Immer eine verlässliche Konstante, wenn es um Konzertbesuche und den Döner "davor" geht. Und hier im Club-Hotspot Ehrenfeld (groooße Liebe meinerseits!!) sollte es also wieder einmal soweit sein: Millencolin kündigen sich mit neuem Album an. Und weil die überaus netten Schweden seit sehr vielen Jahren, live wie auch auf Platte, immer wieder begeistern, wurde nicht lange überlegt. Zumal die Herrschaften uns nach siebenjähriger Studio-Abstinenz endlich wieder mit neuem Material, dem Album "True Brew", beglücken.

Und wie schon gesagt, Ehrenfeld ist eh immer eine Reise wert!

15. April 2015

The Districts - 11. April 2015, Luxor / Köln

Weil mir die Jungs (und es sind wirklich JUNGS, älter als 20 ist keiner) schon auf dem Haldern im letzten Jahr irre gut gefallen haben und das aktuelle Album A Flourish And A Spoil durchaus erwähnenswert ist, bin ich extrem vorfreudig ins Luxor gefahren. Meine Freude wird allerdings leicht getrübt als ich erkennen muss, dass die Location eine Stunde nach dem Einlass, immer noch sehr leer ist. Da das hier ja ohnehin kein riesiger Club ist, macht sich ein wenig Enttäuschung breit als sich mengenmäßig auch bei der dänischen Vorband Yung kaum etwas tut. 

Offenbar kenne ich Köln doch nicht so gut wie ich dachte. NATÜRLICH wird man in der Stadt der Frohnaturen nicht im Stich gelassen! Pünktlich zum offiziellen Konzertbeginn ist die Bude voll.

12. April 2015

Silverstein - 10. April 2015, Bürgerhaus Stollwerck / Köln


Wer kann schon von sich behaupten, dass er am Tag seines Geburtstags ein Konzert einer Lieblingsband besuchen darf? Deren Tickets schon seit Wochen und Monaten magnetisch am Kühlschrank heften und man die Tage auf der imaginären Strichliste im Kopf tagtäglich abstreicht? Und das alles mit Freunden? Hinzu kommt, dass das Wetter an diesem Tag mehr als einfach nur frühlingshaft ist. Dieses Glückskind war diesmal wohl ich. Und die Band, von der ich spreche heisst Silverstein. Ihres Zeichens eine der besten (ACHTUNG, persönliche Meinung!) Punk-, Post-, Emohardcore- (wie auch immer man es nennen mag) Bands weit und breit. Und das schon seit 15 Jahren. 

10. Mai 2014

{live} Augustines - 07. Mai 2014, Luxor / Köln

Durch die wunderbartollsteliebstebeste Freundin kam ich in den Genuss, die großartigen Augustines zu sehen, auf die ich vor gut einem Jahr aufmerksam wurde. Selten hat mich eine männliche Stimme so umgehauen wie die von Billy McCarthy. Doch ich war ein wenig skeptisch, ob diese Stimme live ebenso schön und rauchig rüberkommen sollte wie auf Platte. Und was soll ich sagen? YES.

"if you could give me any advice,
I would, would listen"

Der Mann kann es einfach. 
Und ich fürchte, er muss sich dafür noch nicht einmal anstrengen. Wenn diese Stimme naturgegeben ist, dann hat er einfach riesiges Glück gehabt. Aber auch alle anderen Methoden, die eine solche eindringliche und emotionalisierende Wirkung durch die Singstimme herbeiführen… Chapeau! Ich möchte bitte wissen, wie das geht. Wie schon erwähnt, gab es keine Enttäuschung und so wie es in der Halle aussieht, auch bei kaum einem anderen.

5. Mai 2014

{live} Alkaline Trio - 29. April 2014, Bürgerhaus Stollwerck / Köln

Helden meiner Jugend. Lange verehrt und ich musste so alt werden, um sie zum ersten Mal live zu erleben. Das Bürgerhaus Stollwerck in Köln bot mir die Gelegenheit. Vor allem war da der Wunsch die guten alten Stücke zu hören, aber natürlich hatte man es dem neuen Album („My Shame Is True“ – 2013) zu verdanken, dass die in die Jahre gekommenen Musiker quer durch die Republik tourten.

"here it is again and it stings like the first time"


Als Vorband-„Bonbon“ wurden Bayside und Apologies, I Have None angekündigt. Über letztere freute ich mich sehr. Über die Location geht so. Die Konzerthalle erinnert eher an ein Jugendzentrum, was womöglich daran liegt, dass das Bürgerhaus vielseitig genutzt wird. Das sollte aber nicht ausschlaggebend sein, hier geht es ums Konzert…

Apologies, I Have None entdeckte ich im letzten Jahr für mich. Es gibt solche Tage und Momente - und die sind rar – an welchen du diesen einen Song oder diese eine Stimme hörst und das immer und immer wieder, weil du schockverliebt bist. So war es mit den ersten drei Titeln des Albums „London“ (Heimatstadt der Engländer, by the way).
Irgendwie wirken die jungen Musiker ein wenig irritiert, was daran liegen mag, dass der ehemalige Sänger Dan Bond erst Anfang diesen Jahres die Band verlassen hat und Josh McKenzie den Part des Frontsängers übernehmen musste. Nichtsdestotrotz enttäuschen sie mich nicht und spielen einige neue wie auch die meisten Songs des o.g. Debütalbums. Die gefallen mir, Joshs Stimme begeistert mich. Der Wiedererkennungswert ist enorm , der Sound energetisch und laut. Ich hoffe sehr, dass es bald eine Möglichkeit gibt, eines ihrer Konzerte zu besuchen. Und es hoffentlich auch die Aussicht auf ein neues, ebenso gutes Folgealbum geben wird.


(Ja, ich weiss. Megadoofes Billo-Handybild. Aber wer lässt mich mit meiner Kamera
zum Konzert ohne Presseausweis?! Ich gebe mir Mühe. :-) )